Vignette für Österreich – Fragen und Antworten

Welche Laufzeiten für Vignetten gibt es in Österreich?

Es gibt die 10-Tages-Vignette, die 2-Monats-Vignette oder die Jahresvignette. Letztere gilt ab dem 1. Dezember des Vorjahres bis 31. Januar des darauffolgenden Jahres. Folglich sind es insgesamt 14 Monate bei der Jahresvignette Österreich.

Seit 2018 gibt es auch die digitale Vignette

Erhältlich ist sie im Online-Shop oder in der Asfinag App. Kosten und Laufzeit bleiben gleich. Der Vorteil ist jedoch die unkomplizierte Rund-um-die-Uhr Bestellung per Internet und das Kleben und Wegkratzen auf der Windschutzscheibe fällt weg. Die digitale Vignette bezieht sich nicht mehr auf das Fahrzeug, sondern auf das Kennzeichen. Leider gibt es auch Nachteile. Das digitale Pickerl ist erst 18 Tage nach dem Kaufdatum gültig. Also leider ungeeignet für spontane Ausfahrten. Es liegt am Rücktrittsrecht vom Kaufvertrag.

Wo kann ich die Vignette kaufen?

Die Vignette gibt es an den Tankstellen kurz vor der Landesgrenze. Normalerweise kaufe ich sie unterwegs. Wenn du das Pickerl, wie die Österreicher so schön sagen, schon im Voraus kaufen möchtest, kannst du das in jeder TÜV-SÜD Filiale erledigen. Die Kurzzeit-Vignetten werden bei Kauf gelocht, sonst sind Sie ungültig. Gegebenenfalls kann auch ein späteres Abfahrtsdatum gewählt werden. Weitere Vertriebsstellen findest du auf asfinag.at/maut/vignette.

Die 5 häufigsten Fragen zur Vignette in Österreich

Wer braucht eine Vignette?

PKWs, Wohnmobile und Motorräder bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen. Für Anhänger braucht man keine zusätzliche Vignette. Die Klebevignette ist an das Fahrzeug und nicht an das Nummernschild gebunden. Deshalb bräuchte man bei einem Wechselkennzeichen für jedes Fahrzeug eine eigene Vignette. Doch seit 2018 ist die digitale Vignette erhältlich. Diese ist wiederum an das Kennzeichen gebunden und gilt auch bei einem Wechselkennzeichen für bis zu 3 Fahrzeuge.

Auf welchen Straßen brauche ich eine Vignette?

Die Mautpflicht gilt auf allen Schnellstraßen und Autobahnen und zwar sofort ab der österreichischen Staatsgrenze.

Finden Kontrollen statt und wie sehen diese aus?

Kontrollen werden stichprobenartig durch die Mautaufsicht Asfinag und mit automatischen Vignettenkameras durchgeführt. Es gibt wohl 20 mobile Kameras für diesen Zweck. Wirst du erwischt, so zahlst du direkt vor Ort eine Ersatzmaut. Für PKWs sind das aktuell 120 Euro und für das Motorrad 65 Euro (Stand 2018). Zahlungsverweigerer werden angezeigt und zahlen am Ende deutlich mehr. Im schlimmsten Fall bis zu 3000 Euro. Daher lohnt sich der Vignettenkauf in jedem Fall.

Was sind Streckenmautabschnitte?

Tunnel, Brücken und Bergstraßen sind deutlich kostenintensiver und finanzieren sich durch sogenannte Streckenmautabschnitte. Eine Vignette ist hier nicht notwendig. Streckenmautabschnitte in Österreich sind Arlberg, meine Lieblingsroute Brenner, Tauern/Katschberg, Karawanen, Bosruck und Gleinalm. Einzeltickets oder Jahreskarten können direkt vor Ort gelöst werden. Alternativ gibt es hier auch eine digitale Streckenmaut. Das ist super praktisch, weil du nicht mehr an der Schranke halten musst und auf der grünen GO Spur einfach weiter fahren kannst.

Was mache ich bei Beschädigung der Vignette?

Bei einem Unfallschaden oder einer gebrochenen Windschutzscheibe erhalten die Besitzer einer Jahresvignette kostenlos eine Ersatzvignette. Eine Anleitung dazu gibt es auf asfinag.at.

Preise:                                        PKW                             KRAD

Jahresvignette                          87,30 Euro                   34,70 Euro

2-Monats-Vignette                   26,20 Euro                   13,10 Euro

10-Tages-Vignette                     9,00 Euro                     5,20 Euro

Ohne Gewähr. Preise können sich ändern. Stand 2018.

Also auf geht’s, ab in den Süden!

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